2009-0822_01-wenn-ortsvorsteher-unerwuenscht-ist
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| IPTC: Beschreibung | EDIGHEIMER KERWE Wenn Ortsvorsteher unerwünscht ist. Funkstille herrscht auch zwischen dem Vorstand der Arbeitgemeinschaft der Edigheimer Vereine und Ortsvorsteher Udo Scheuermann. Einen solch erfahrenen Kommunalpolitiker bei der Kerwe zur unerwünschten Person zu erklären, ist schon ein starkes Stück. Richtigerweise hat sich selbst die CDU daraufhin mit dem Sozialdemokraten solidarisch erklärt und den Bykott der Eröffnung und des Frühschoppens angekündigt. Dass der "Ortsbürgermeister" seine Freizeit am ersten Septemberwochenende zur Oggersheimer Kerwe ausweicht, weil er im eigenen Beritt nicht gelitten ist, stellt den bockigen Gastgebern, die sich beim Eröffnungszeremoniell selbst genug sind, ein Armutszeugnis aus. Da wirkt auch die Erklärung verlegen, voriges Jahr zum Kerweauftakt ohne Kommunalpolitik nicht schlecht gefahren zu sein. Schließlich lag Scheuermann damals im Krankenhaus, und der neue protestantische Pfarrer Müller wurde für ein Arge-Spielchen instrumentalisiert, dem er sich diesmal richtigerweise widersetzt. Bleibt die spannende Frage, wie sich die Arge-Mitgliedsvereine zu dieser Provinzposse positionieren. Heißen sie die Eigenmächtigkeiten des Vorstandes gut oder wollen sie den traditionell guten Draht zur Ortspolitik nicht abbrechen? Eine so banale Angelegenheit wie eine Kerweeröffnung eignet sich jedenfalls nicht für solche Muskelspielchen. |