Solche Leistungen werden oftmals zu überhöhten Preisen angeboten. Die Auftraggeber stellen zudem im Nachhinein fest, dass die Ausführungen mangelhaft sind.
Die Handwerker sind für unzufriedene Auftraggeber später nicht mehr auffindbar, da entweder keine oder falsche Angaben zu ihrer Erreichbarkeit gemacht werden; ordentliche Rechnungen werden ebenfalls nicht ausgestellt. Hausbesitzer sollten vor Erteilung von Aufträgen an Handwerker prüfen, ob sie es mit einem seriösen Betrieb zu tun haben.
Weitere wichtige Verhaltenstipps erhalten Sie beim Zentrum für polizeiliche Prävention in Ludwigshafen, Bismarckstraße 116, Rufnummer 0621/963-25210.
Bereits am Dienstag, 07.06.2011, gegen 13.15 Uhr, wäre ein Frankenthaler Geschäftsmann im östlichen Stadtbereich dieser Masche auf den Leim (Teer) gegangen. Am Morgen hatten sich bei ihm vier angeblich 'irische Bauarbeiter' gemeldet, die noch Teer übrig hätten mit dem sie doch die 'löchrige Einfahrt' ausbessern könnten. Gesagt getan, 25 qm Fläche wurden flugs mit Teer für 35,- Euro pro qm ausgebessert und der Geschäftsmann stellte einen Scheck über 875,- Euro aus. Dann aber kamen ihm glücklicherweise wegen der überteuerten Rechnung Bedenken, er recherchierte zunächst selbst im Internet, sperrte den Scheck bei seiner Bank telefonisch und informierte die Polizeiinspektion Frankenthal.
Im Rahmen der Fahndung konnte das eingesetzte Team dann tatsächlich einen 31jährigen Mann vor einer Bankfiliale in der Mahlastraße aufgreifen, der im Begriff war, den Scheck einzulösen. Gegen ihn bestand von der Staatsanwaltschaft Bremen eine Fahndung zur Aufenthaltsermittlung wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten. Jetzt wird gegen ihn eine Strafanzeige in einem Betrugsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Frankenthal vorgelegt. Seine drei Komplizen hatten bereits vor dem Eintreffen der Streife das Weite gesucht. Die Ausbesserungsarbeiten hatte das Quartett mit Bitumen und Splitt ausgeführt, was bei den derzeitigen Regenfällen sehr schnell zu den in der Eingangsmeldung aufgezählten 'Beschwerden' geführt hätte. Zeitgleich mit den polizeilichen Ermittlungen war auch wegen der im Raum stehenden gewerberechtlichen Verstöße das Ordnungsamt der Stadt Frankenthal informiert worden.
Es steht zu befürchten, dass das Quartett weiterhin in der Rhein-Neckar-Region seine betrügerische Masche fortzusetzen versucht! Sollten diesbezüglich verdächtige Beobachtungen gemacht' werden oder sachdienliche Hinweise möglich sein, sollte sofort die örtliche Polizeidienststelle benachrichtigt werden!