Daher warnt das Landeskriminalamt nun vor Betrügern, die sich am Telefon als Notar oder Rechtsanwalt ausgeben und den Gewinn eines Kraftfahrzeuges in Aussicht stellen. Tatsächlich aber sollen die Angerufenen jedoch nur abgezockt werden, indem sie Geld ins Ausland transferieren.
Die Täter rufen vor allem ältere Menschen an, geben sich zumeist als Mitarbeiter von Notar- bzw. Rechtsanwaltskanzleien aus und behaupten, der Betroffene habe ein Auto gewonnen. Bevor der angebliche Gewinn übergeben wird, fordern die Betrüger eine Überweisung von Bargeld in die Türkei, meist über einen Finanzdienstleister oder ein elektronisches Zahlungssystem. Angeblich seien dies Gebühren für die Überführung, Versicherungsleistungen, Zollgebühren oder Ähnliches.
Im Telefon-Display der Geschädigten erscheint eine Rufnummer aus Deutschland in vielen Fällen sogar die Telefonnummer einer tatsächlich existenten Notar- oder Rechtsanwaltskanzlei. Prüft er die genannte oder abgelesene Rufnummer, indem er dort anruft, dann meldet sich die vermeintliche Kanzlei und so verliert der Gewinner den letzten Zweifel und kommt der Zahlungsaufforderung gern nach. Er glaubt, der versprochene Gewinn sei damit gesichert. Vielen Betroffenen ist hierbei nicht bewusst, dass es technisch möglich ist, die Telefonverbindung so zu verschleiern, dass dem Betroffenen eine tatsächlich existente Rufnummer in Deutschland angezeigt wird, obwohl der Anruf aus dem Ausland kommt.
In einigen Fällen fordern die Täter sogar weitere Überweisungen von den Geschädigten angebliche Schwierigkeiten an der Grenze, zusätzlicher Einfuhrzoll oder Autopannen sind nur einige der vielen Gründe, die den Geschädigten genannt werden.
Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz empfiehlt daher: