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58. Fasnachtszug Ludwigshafen und Mannheim

Februar 5, 2010 von kurt

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58. gemeinsamer Fasnachtszug der Schwesterstädte Ludwigshafen und Mannheim vereint Narren der Metropolregion. Der Höhepunkt der Fünften Jahreszeit steht vor der Tür: der gemeinsame Fasnachtszug der Schwesterstädte Ludwigshafen und Mannheim am 14. Februar. Ab 13.11 Uhr schlängelt sich der Lindwurm durch die Ludwigshafener Innenstadt.
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Trotz Krise mer lasse uns die Fasnacht net vermiese lautet das treffende Motto der 58. Auflage des Gemeinschaftszugs, der von der LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft organisiert wird.

Erwartet werden zu dem fasnachtlichen Spektakel rund 200.000 Besucher aus der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar. Mehr als 3.000 Aktive, verteilt auf 111 Zugnummern, sorgen mit ihren Wagen, farbenfrohen Kostümen und kreativen Choreographien für Unterhaltung auf der Strecke. 34 Karnevalsvereine - 13 aus Ludwigshafen, 15 aus Mannheim und sechs Gäste­­vereine aus Baden und der Pfalz mit 71 Garden und weitere sieben Musikkapellen bilden die närrische Streitmacht.

Auch in diesem Jahr überträgt das SWR-Fernsehen in seinem dritten Programm ab 14 Uhr live. Judith Kaufmann und das Ludwigshafener Fasnachts-Urgestein Hans Mindl kommen­tieren den Zug. Der gemeinsame Fasnachtszug ist ein starker Beitrag zur Metropolregion Rhein-Neckar. Zusammen feiern wir ausgelassen den Höhepunkt der Fünften Jahreszeit, betont Ulrich Gaißmayer, Geschäftsführer der LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Mar­ke­ting-Gesellschaft mbH, dem die Zugleitung obliegt, unterstützt von Iris Joch. Die LUKOM selbst wird auf ihrem Wagen mit der Zugnummer 3 das neue Prunkstück der Stadt, die Rheingalerie, thematisieren. Miss Ludwigshafen Marie-Claire Wagner grüßt die Zu­schauer. In ihrem Gefolge rund 25 Fahnenschwinger der Tourist-Information Ludwigshafen.

Die Teil­nehmer des Fasnachtszuges kommen nicht nur aus der Region. Aus dem Markgräflerland reisen die Müllheimer Dorfzottel, eine Narrenzunft, die den Brauch der alemannischen Fas­nacht pflegt, nach Ludwigshafen. Mit dämonischen Masken treten die NV-Esch Dämonen aus Friedrichshafen am Bodensee an. Von Nummer 1 bis 26 präsen­­tieren sich Ludwigs­hafener Karnevalvereine und Gruppier­ungen. Die Nummern 27 bis 78 sind fest in Mann­heimer Hand, ehe wieder die Ludwigs­hafen­er das Zepter übernehmen.

Die Mannheimer Karnevalvereine bilden in Ludwigshafen traditionell den mittleren Zugteil und haben jede Menge badischen Frohsinn im Gepäck. Mit dabei ist auch das Mannheimer Stadtprinzenpaar mit Jessica I., der Jubiläumsprinzessin der Pilwe, und Dirk I. von der Insel Bastei, einem waschechter Ludwigshafener, so Georg Wolf, Präsident der Karneval-Kommission Mannheim.

Den Schluss des närrischen Lindwurms bilden die Wirtschaftsbetriebe Ludwigshafen, die Konfetti und die übrigen fasnachtlichen Überbleibsel unter dem Motto Wir b(p)utzen LU von den Straßen fegen.

Sicherheit wird groß geschrieben

Für einen reibungslosen Ablauf des Fasnachtszuges sorgen die Polizei Ludwigshafen sowie der Katastrophenschutz der Stadt Ludwigshafen, die Feuerwehr der Stadt Ludwigshafen, der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, der Malteser-Hilfsdienst sowie das THW Ludwigshafen. Die Feuerwehr wird zudem den Funkdienst über­nehmen. Damit die Närrinnen und Narren nicht hungern müssen, kredenzt das Deutsche Rote Kreuz vor Zugbeginn Kräftiges aus der Gulaschkanone. Ohne den Einsatz all dieser Sicherheitsorganisationen wäre eine solche Großveranstaltung überhaupt nicht zu bewerk­stelligen, dankt Gaißmayer den zahlreichen Helfern.

Mit der Selbstverpflichtung zum Umgang mit Alkohol in der 5. Jahreszeit haben Zugmar­schälle der großen Fastnachtsumzüge in Mainz, Koblenz und Ludwigshafen im vergangenen Jahr gemeinsam mit Malu Dreyer, Ministerin für Arbeit, Soziales,_Gesundheit, Familie und Frauen und Roger Lewentz, Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, eine Selbstverpflichtung zum maßvollen Alkoholgenuss unter­zeichnet. Mit dem Dokument verpflichten sich die Teilnehmer des Fasnachtszuges, bei­spiels­weise das Ausschenken von Alkohol an die Zuschauer von den Wagen aus zu unter­lassen, auf alkoholhaltiges Wurfmaterial zu verzichten und die Aktiven der Festzüge aufzu­fordern, während des Umzugs keinen Alkohol zu trinken. Mit der im ver­gang­­­­­­en­­en Jahr von der Landesregierung Rheinland-Pfalz gestarteten Kampagne Mach dir nix vor soll auf die Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums aufmerksam gemacht werden. Die Aktion soll vor allem Jugendliche vom Koma-Saufen abhalten.

Vom Goerdeler Platz bis zur Rheinschule

Gegenüber 2008 ist die Zugstrecke geändert worden. Aufstellung nehmen die Fasnachter in der Leuschnerstraße. Der offizielle Startschuss fällt um 13.11 Uhr am Goerdeler Platz. Von der Blücher- geht es weiter in die Gräfenaustraße und auf die Sumgaitallee. Über die Heinig­straße führt der Weg ins Herz der City. Durch die Bahnhofstraße marschieren die Karneva­listen weiter in die Ludwigstraße und biegen dann rechts in die Kaiser-Wilhelm-Straße ein. Über die Bismarckstraße schlängelt sich der närrische Lindwurm in die Mundenheimer Straße, ehe sich der Zug in Höhe der Rheinschule auflöst. Übertragungswagen und Kameras des SWR werden im Bereich Bahnhofstraße / Ecke Ludwigsplatz positioniert sein.

Die Ehrentribüne ist in der Bahnhofstraße (Höhe Parkhaus Bürgerhof) aufgebaut.

Sprecherstationen

13 Sprecherinnen und Sprecher aus der karnevalistischen Szene versorgen die Zuschauer mit allerlei Informationen rund um die Vereine und den Fasnachtszug. Sibylle und Fritz Huber heizen am Goerdeler Platz kräftig ein. In der Blücherstraße greifen Hans Schmitt und Dennis Herrwagen zum Mikrofon. Jürgen Schreiweis und Uwe Fuß vor dem Haus, Dieter Augstein vor der Commerzbank an der Ecke Bismarck-/Bahnhofstraße und das Duo Jürgen Günther / Dr. Harald Hildenbrand kommentieren das innerstädtische Treiben. Vor der Berufs­bildenden Schule Wirtschaft II garantieren Franz Barth und Karin Urbansky Kurzweil. Vor der Kreis­­­sparkasse unterhalten Oliver Mark und Ute Schnurpfeil.

Anfahrt mit ÖPNV

Wer sicher und vor allem pünktlich ankommen möchte, der sollte die Anfahrt mit den öffent­lichen Verkehrsmitteln nutzen. Die Rhein-Neckar Verkehrsgesellschaft RNV verstärkt eigens für den Fasnachtszug ihren Bus- und Straßenbahnbetrieb, der in der Innenstadt für die Dauer des Zuges nach einem Sonderfahrplan verkehrt. Kostenlose Parkplätze stehen im Rathaus-Center und auf dem Messplatz (Einfahrt am Bowling-Center) zur Verfügung. Wer nach dem Fasnachtszug weiterfeiern will, der ist auf dem Fasnachtsmarkt auf dem Berliner Platz willkommen.

Sechs Tage Vergnügen auf dem Fasnachtsmarkt

Vergnügen für große und kleine Besucher garantiert der Fasnachtsmarkt vom 11. bis 16 Februar auf dem Berliner Platz. Geöffnet ist täglich von 11 bis 21 Uhr. Neben allerlei luku­llischen Genüssen von Knoblauchbaguette bis Zuckerwatte - warten die Schausteller mit Fahrgeschäften auf. Vor allem die Orient-Reise und die Biene Maja dürften etwas für den Nachwuchs sein. Wer es etwas wilder mag, der nimmt im Break Dancer oder Auto-Scooter Platz.

Eröffnet wird der Fasnachtsmarkt am 11. Februar um 18.11 Uhr vom Beigeordneten Wolfgang van Vliet. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Huddelschnudler.

Zur Kinderfaschings-Fete mit Spielen, Tanz, Luftballonmodellage und vielem mehr laden die LUKOM und die Stadtgarde Ludwigshafen gemeinsam am 12. Februar ab 15.30 Uhr auf den Fasnachtsmarkt ein.

Publikumsmagnet ist der von LUKOM und Huddelschnuddlern veranstaltete Sound of Ludwigshafen, der am Samstag, 13. Februar, ab 13.11 Uhr die Freunde fasnachtlicher Klänge auf den Berliner Platz lockt. Nach der Eröffnung durch Michel Stein und Hans-Jürgen Mendel werden Darbietungen von folgenden Vereinen und Gruppen erwartet: KV Limburger­hof, Stadtgarde Ludwigshafen, Drum and Trumpet Corps Oggersheim, Fidele Zecher Oggersheim, Hemshofkrähen, CC Mondglotzer, US Uwe, CC Glücksritter, Mauer­blümcher, Brados, KG Eule und Guggemusik Waldsee. Die Bandbreite der Vorführungen reicht an diesem Nachmittag von musikalischen Einlagen über Garde- und Schautänze sowie die Auftritte von Tanzmariechen bis hin zu Büttenreden.

Zahlreiche Besucher werden am 14. Februar nach dem Fasnachtszug auf dem Berliner Platz erwartet. Wer sparen möchte, der sollte sich den 16. Februar rot im Kalender anstreichen, denn dann laden die Schausteller zum Familientag mit ermäßigten Preisen auf den Fas­nachts­markt ein.