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Finanzagenten-Geldwäsche, Enkeltrickmasche und Trickbetrüger

Windige Geschäfte am Telefon
Gauner auf Dummenfang - Vorsicht dubiose Mail für Gut bezahlte Arbeit - leichtfertige Geldwäsche als Strafverfahren möglich

(Heuchelheim) Ein 61jähriger Mann erhielt am Vormittag des Donnerstag, 25.08.11, ein dubioses Beschäftigungsangebot per Mail mit dem Hinweis "Gut bezahlte Arbeit". Darin wurde versprochen eine Summe würde auf sein Konto gebucht. Von dieser Summe könne er 20% behalten wenn er 80 % davon weiter überweisen würde.

Obwohl der Absender mitteilt, dass sein Vorgehen absolut legal sei und nicht gegen Gesetze verstoßen würde, hatte der Angemailte richtigerweise Bedenken und teilte das dubiose Angebot seiner zuständigen Polizeiinspektion  Frankenthal mit. Wie bereits berichtet, steht hinter dieser Offerte ein strafrechtlich relevantes Verfahren! Irgendwo in Deutschland gibt es dabei Opfer, dessen Konto abgefisht und Geld oft in Höhe von mehreren tausend Euro illegalerweise abgezweigt worden ist. Der die oftmals aus dem Ausland operierenden unbekannten Tatverdächtigen suchen mit ihren dubiosen Jobangeboten eine/einen Unbedarften, der mit seinem Konto den illegal abgefishten Betrag wäscht und den Betrügern überweist. Dass derjenige, der unbedarft sein Konto unten den o.g. Konditionen zur Verfügung gestellt hat, anschließend wegen Verdachts der leichtfertigen Geldwäsche angezeigt wird, müsste mittlerweile durch die polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit bekannt sein.

Frühere Veröffentlichung:
Die Polizeiinspektion Frankenthal warnt wie andere Polizeidienststellen auch - nachdrücklich vor solchen dubiosen Stellenangeboten und Nebenverdienstmöglichkeiten, in denen unbekannte Unternehmen nach so genannten Finanzagenten suchen. Richtigerweise wandte sich der Frankenthaler an seine Polizeidienststelle und brachte die verdächtige Mail zur Kenntnis. Grundsätzlich wird jeder Unbedarfte gewarnt, auf derartige Angebote einzugehen, da letztlich ein Strafverfahren wegen Geldwäsche drohen könnte. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf die Betrugsmasche hereinfallen, ohne sich der Folgen bewusst zu sein. Die Finanzagenten werden dabei nicht nur um ihr eigenes Geld gebracht, ihnen droht auch eine Strafanzeige wegen leichtfertiger Geldwäsche. Im Jahr 2009 wurden 2.394 Verdachtsanzeigen wegen Geldwäsche registriert, weil sich Kontoinhaber als Finanzagenten von Kriminellen betätigt haben. 2008 waren es noch 971 Verdachtsanzeigen.

"Beste Verdienstmöglichkeit mit wenig Arbeit" mit solchen Jobangeboten locken Kriminelle ihre Opfer. In Jobbörsen, Internetauftritten oder per E-Mail geben sie sich als Vertreter scheinbar seriöser "Finanzmanagementunternehmen" aus und sprechen in immer größer werdendem Umfang Inhaber von Bankkonten in Deutschland an.

Ziel: Die Betrüger wollen ahnungslose Kontoinhaber für eine Tätigkeit als so genannte Finanzagenten gewinnen (weitere Bezeichnungen für angebotene Stellen: "Financial Agent", "Finanzmanager", "Escrow Agent", "Treuhandagent", "Lieferungsmanager", "Finanztransaktionsmanager", "Projekt Koordinator", "Prozessmanager", "Regional Manager für Zahlungsbearbeitung"). Der Finanzagent soll das eigene Girokonto für Überweisungen zur Verfügung stellen.  Darüber soll der Finanzagent dann Geldbeträge, die Dritte auf sein Konto überwiesen haben, möglichst umgehend per Bargeldversand oder über Finanztransferdienstleister an eine im Ausland befindliche Person transferieren. Als Belohnung winkt eine Provision zwischen fünf und 20 Prozent, die vom Überweisungsbetrag einbehalten werden darf.

Herkunft der Gelder: Die auf das Konto des Finanzagenten überwiesenen Gelder stammen erfahrungsgemäß von Personen, die selbst Opfer betrügerischer Machenschaften wie beispielsweise Phishing-Aktionen - wurden und ihre
ursprüngliche Überweisung widerrufen. So bleibt der Finanzagent seinerseits auf dem Schaden sitzen und wird zudem als Beschuldigter in einem Strafverfahren wegen Geldwäsche geführt.

Anlage: so könnte eine verdächtige Email aussehen: Arbeit für Dich! Gut bezahlte Arbeit

Wir bieten Dir die Möglichkeit an, das Geld ganz einfach zu verdienen. Möglich ist die Vereinbarung mit anderer Tätigkeit! Arbeit in unserer Firma wird nicht mehr als 2-3 Stunden pro Tag 1-2 Mal pro Woche in Deinem Arbeitsplan in Anspruch nehmen.

Kurze Beschreibung der Tätigkeit:

1. Wir überweisen auf Dein Bankkonto ab 3000 bis 8000 Euro.
2. Nach dem Geldeingang hebst Du das Geld ab.
3. Du hast schon 20 % von dem überwiesenen Betrag verdient! 600-1600 Euro behältst Du für Dich!
4. Den restlichen Betrag übermittelst Du uns.

Betrag und Zahl von Überweisungen werden im Voraus vereinbart und können nach Deinem Wunsch beliebig sein. Diese Tätigkeit ist absolut legal und verletzt keine Gesetze Deutschlands und EU.

Wenn Du in unserem Angebot interessiert bist, teile uns darüber per folgende e-Mailadresse mit: de@jix-finance.com <mailto:de@jix-finance.com>. Wir kontaktieren Dich in möglichst kürzer Zeit und beantworten alle Fragen.Beeile Dich, Zahl von Stellenangeboten ist begrenzt!

Ihre E-Mailadresse haben wir aus offenen Quellen genommen. Wir bitten Sie um Entschuldigung, wenn unsere E-Mail Sie gestört hat. Falls Sie Ihre E-Mailadresse aus unserem Verteiler löschen möchten, senden Sie eine leere E-Mail auf folgende -Mailadresse: del@jix-finance.com <mailto:del@jix-finance.com>(Bobeheim-Roxheim) Respekt, richtig gehandelt! 77jährige lässt sich nichteinschüchtern und verwehrt dubiosem Überprüfer den Zutritt

Durch ihr richtiges und respektables Verhalten hat eine 77jährige Bobenheim-Roxheimerin vermutlich einen Trickdiebstahl/Trickbetrug zu ihrem Nachteil verhindert. Sie wurde am Donnerstagnachmittag, 25.08.11, gg. 16.15 Uhr von einem Unbekannten über das Hoftor angesprochen. Eine unbekannte männliche Person hatte geklingelt und wollte in ihr Haus, um den Kabelanschluss zu überprüfen. Da die Seniorin jedoch keinen Kabelanschluss besitzt, hat sie der Person nicht geöffnet und sie weggeschickt. Eine Personenbeschreibung konnte sie nicht abgeben, da das Gespräch über das Hoftor hinweg geführt wurde. Eine sofort durchgeführte Nahbereichsfahndung verlief negativ, der unbekannte Kabelanschlussüberprüfer konnte nicht mehr angetroffen werden.

(Frankenthal) Verdächtiger Anruf Erneut Enkeltrickmasche im Bereich. Ein 50jähriger Frankenthaler erhielt am frühen Abend des Donnerstag, 25.08.11, gg. 18 Uhr einen dubiosen Anruf. Ein ihm unbekannte Frau versuchte ihn auszufragen und gab vor, sich in einer Notsituation zu befinden. Art und Weise des Telefonates lassen darauf schließen, dass hier wieder die sogenannte Enkeltrickmasche versucht werden sollte. Das resolute und ablehnende Verhalten des angerufenen 50jährigen verhinderte jedoch sehr schnell ein weiteres Tatvorhaben und die Unbekannte legte auf. Zur Sicherheit möchte die Polizei alle Bürgerinnen und Bürger nochmals sensibilisieren! Lassen Sie sich niemals am Telefon zur Geldübergabe an eine unbekannte Person drängen, die angeblich im Auftrag eines Verwandten vorbeikommt…kontaktieren Sie immer selbst ihren Familienbereich und vergewissern sich über die angeblichen Gesprächssituationen! Im Zweifel schalten Sie einfach ihre örtliche Polizeidienststelle ein!

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