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Achtung: Herkulesstauden melden

Juni 19, 2009 von kurt

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Die Stadtverwaltung Ludwigshafen, die derzeit vermehrt Meldungen über Standorte von Herkulespflanzen erhält, macht darauf aufmerksam, dass die Pflanze giftig ist und in Haus- und Schrebergärten entfernt werden sollte.

Während der Blüte ab Juni müssen zuerst die Blütendolden abgehackt werden, bevor der Rest der Pflanze entfernt wird. Die Blütendolden sollten verbrannt oder über den Restmüll entsorgt werden, um ein Aussamen zu verhindern. Meistens befinden sich bereits Samen im Boden. Diese bleiben jahrelang keimfähig. Eine mehrfache Nachsorge ist deshalb unbedingt zu empfehlen.

Beim Entfernen der Pflanze ist es wichtig, ausreichende Schutzkleidung zu tragen wie lange Hosen, dicke Pullover und Handschuhe. Zusätzlich sollte man sich im Gesicht und an den Händen mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen. Die Entfernung der Pflanzen sollte nach Möglichkeit bei geringer Lichteinstrahlung erfolgen, also in der Dämmerung oder bei starker Bewölkung.

Beim Umgang mit der Pflanze ist große Vorsicht geboten, denn sie enthält in all ihren Pflanzenteilen das Gift Furocumarin, das beim Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen kann. Der Kontakt mit dem Pflanzengift kann – in Kombination mit Sonnenlicht – auf der Haut schwere, stark juckende und lang anhaltende Hautentzündungen hervorrufen. Die an Verbrennungen erinnernden Ausschläge und nässenden Wunden heilen oft erst nach Wochen aus.

Neben diesen sichtbaren Folgen können auch an heißen Tagen Substanzen der Pflanze an die Umgebung abgegeben werden, so dass bereits längerer Aufenthalt in der Nähe einer Herkulesstaude zu Atemnot und Übelkeit führen kann. Besonders gefährlich ist die Herkulesstaude für spielende Kinder, wenn diese zum Beispiel mit den großen Blättern in Kontakt kommen. Es sollte dann unbedingt Sonneneinwirkung vermieden werden, bis die Erscheinungen abgeklungen sind. Es ist hilfreich, die betroffenen Stellen sofort gründlich mit Wasser und Seife zu reinigen. Bei starken Hautreaktionen sollte man einen Arzt aufsuchen.

Der "Bärenklau" wie die Herkulesstaude volkstümlich genannt wird, erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 3, 5 Meter. Von Juni bis September hat die Pflanze große, weiße Blütendolden. Die Herkulesstaude wächst in Gärten, an Straßenrändern und Bachläufen. Als so genannter "Neophyt" breitet sie sich extrem aus, bildet Massenbestände und unterdrückt andere, einheimische Arten.

Wer einen Standort melden möchte oder Fragen zur Bekämpfung hat, wendet sich an Heike Eckrich, Bereich Umwelt, Stadtverwaltung Ludwigshafen: Telefon 0621/504-3524.

 

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