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Verleihung der Ehrenringe

Else Specht, OB Dr. Eva Lohse und Marieluise Palm.
Am Dienstag, 25. August 2009, 18 Uhr wurden im Stadtratssaal die Ehrenringe der Stadt Ludwigshafen an 9 langverdiente Kommunalpolitikerinnen und Politiker in einem Festakt von der Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse feierlich verliehen.

In ihrer Begrüßung würdigte die Oberbürgermeisterin den langjährigen Einsatz und das Engagement der 9 Kommunalpolitikerinnen und  Kommunalpolitiker für die Stadt Ludwigshafen sowie für ihren eigenen Stadtteil.

Der Festakt wurde musikalisch umrahmt von dem Klarinettenquartett der Städtischen Musikschule Ludwigshafen.

Die Ehrenringe händigte die Oberbürgermeisterin persönlich aus an:

  • Albin Fleck
  • Helga Kehl
  • Helga Koch
  • Wolfgang Lauenstein
  • Michael Oest
  • Marieluise Palm
  • Reinhold Schuhmacher
  • Else Specht
  • Elmar Strifler

Dankesworte im Namen aller Geehrten sprach anschließend Albin Fleck.

Mit einem Stehempfang im Foyer des Stadtratssaales endete die Feierstunde.

Marieluise Palm (Pfingstweide) war 24 Jahre lang, von 1985 bis 2009, Mitglied des Stadtrates.
Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU war sie für die Bereiche Jugend, Soziales und Kultur verantwortlich.
Sie hat die Jugend- und Sozialpolitik in Ludwigshafen in kritischer Partnerschaft mit den jeweils zuständigen Dezernenten maßgeblich mitgestaltet. Dabei lag ihr entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung der freien Träger immer besonders am Herzen.

Sie hat damit einen Gedanken vorgelebt, der mir auch heute zum Beispiel beim Ausbau der Kinderbetreuung sehr wichtig ist: Gute Jugend- und Sozialpolitik beginnt immer mit guter Kooperation der unterschiedlichen Akteure.
Es gibt kaum einen Bereich der Kommunalpolitik, der so umfangreich und so komplex ist wie die Jugendhilfe.
Und ich glaube, es gibt niemanden, der sich in diesem Bereich in Ludwigshafen so gut auskennt wie Marieluise Palm.
Sie hat dieses Politikfeld mit Freundlichkeit und Ausdauer, mit Kompetenz und Sachkenntnis bis ins Detail und mit einer nimmermüden Bereitschaft zum Dialog gestaltet.

Der Dialog war ihr auch wichtig, wenn es um die Integration der hier lebenden Ausländer und um die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus ging. Die Kultur war und ist ihr unverzichtbarer Ausdruck einer lebendigen Stadtgesellschaft.

Ihr Eintritt in die CDU war eine bewusste Reaktion auf den menschenverachtenden Terrorismus der RAF in den 70er Jahren. Aber die eigentliche Grundlage für ihr politisches Engagement und vor allem für den unermüdlichen Einsatz für Kinder und Familien, liegt tiefer – nämlich im christlichen Menschenbild, das ihr schon im Elternhaus vermittelt wurde und das für sie Leit- und Richtschnur ihres Lebens ist.

Marieluise Palm ist in ihrem Auftreten ruhig, bescheiden und zurückhaltend, aber immer kompetent und fundiert.
Mit hartnäckiger Überzeugungsarbeit hat sie Erfolge erzielt, die in unser Stadt eine nachhaltige Wirkung entfalten.
Sie hat sich wie nur wenige andere um unsere Stadt verdient gemacht. Dafür wollen wir ihr heute mit der Verleihung des Ehrenrings ganz herzlich danken.

Else Specht (Edigheim) war 31 Jahre lang, von 1978 bis 2009, Mitglied des Stadtrates.
Sie hat ein Vierteljahrhundert lang die Ludwigshafener Stadtpolitik sehr engagiert begleitet und dabei auch manchen Verwaltungsmitarbeiter mit detaillierten Nachfragen überrascht. Ihre ganze Leidenschaft galt der Kulturpolitik. Das ist ein Politikfeld, auf dem man auch stürmischen Gegenwind aushalten muss, und Else Specht hat das bravourös gemeistert.

Dass heute niemand mehr in Ludwigshafen die Bedeutung der Kulturpolitik ernsthaft in Frage stellt, das hängt auch mit den dicken Brettern zusammen, die Else Specht schon vor drei Jahrzehnten zu bohren begonnen hat. Ihr besonderes Augenmerk galt immer dem Theater im Pfalzbau. Sie hat die Arbeit der Intendanten immer engagiert begleitet und ist langjährige Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde des Theaters im Pfalzbau.

Der weite Horizont, den sie sich auf vielen Reisen erworben hat, dürfte ihr im kommunalpolitischen Alltag sehr geholfen haben.

"Sich für Bürger und das Gemeinwohl einzusetzen sollte selbstverständlich sein, denn unsere Demokratie verdient es, dass sich jeder nach seinen Möglichkeiten engagiert" – so hat Else Specht die Motivation für ihr Engagement beschrieben.

Ich finde, das ist ein Satz, dem man nur voll und ganz zustimmen kann.
Für ihren Einsatz wollen wir ihr heute mit der Verleihung des Ehrenrings danken.

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