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Die Kamerastadt

Überwachung
Kameras sind per se erst einmal ein schöne Sache. Wir alle knipsen schöne Urlaubsbilder und allerlei Privates. Journalisten, so auch wir nutzen die Cams (Wie diese auf Neudeutsch heissen) um Artikel eindeutiger zu illustrieren. Man kann sie allerdings auch zur perfekten Überwachung nutzen.

Grossbritannien galt einmal als Mutterland der Demokratie. Schritt für Schritt wandelt sich das Land jenseits des Kanals in einen Überwachungsstaat, an dem unser Überwachungsschäubel seine helle Freude hätte. Bislang haben die Aufschreie und die bestehenden Gesetze in Deutschland Schlimmeres verhindert. Doch Schäuble ist am Ball. Das sollten wir nicht vergessen.

Als 1984 die ersten 145 Kamaras montiert wurden, ahnte niemand welch exzessive Auswüchse sich daraus ergeben würden. Bis heute sind insgesamt 4,5 Mio Kamaras auf der Insel eingeschaltet und überwachen die Bürger rund um die Uhr - 24 Stunden lang. Wer durch London läuft, wird durchschnittlich von ca. 300 Kameras erfasst. Auch im Kino ist der grosse Bruder allgegenwärtig Kamera im öffentlichen Kino

Zur Zeit werden mobile Fingerabdruckscanner an die Polizei ausgeliefert. Diese hat bereits mit der "mobilen Überwachung" begonnen. Es nennt sich verdachtsunabhängige Prüfung. Das bedeutet, dass jeder Bobby (Polizist) von jedem Menschen auf der Strasse einen Scan verlangen kann. Und das bedeutet ohne Grund.
Das ist die gleiche perfide Sache, wie die sogenannte "verdachtsunabhängige Speicherung von Internetdaten".

Die Überwachung treibt seltsame Blüten. Wer zum Beispiel schnell läuft, wird von den Kameras als Verdächtiger erkannt und sieht sich in Minuten einer ausgiebigen Kontrolle durch die Sicherheitsorgane konfrontiert.

Was lernen wir daraus?

  1. Freiheit ist das Grundgerüst einer Demokratie
  2. Flächendeckende Überwachung ist der Tod der Freiheit

Deswegen sollten uns alle Versuche der Regierung mittels Schäubel, den Überwachungsstaat voranzutreiben, aufrütteln.

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